Jahresausblick 2022 der Geschäftsführung

Klöcker startet durchaus optimistisch in das neue Jahr. Die großen internationalen Webmaschinenhersteller werden bis zum Spätsommer mit hoher Auslastung, teilweise sogar an der Kapazitätsgrenze, arbeiten. Als OEM profitiert Klöcker von dieser erfreulichen Entwicklung, da das hauseigene Produktsortiment mit mechanischen und mechatronischen Kantenapparaten insbesondere für technische und Geo-Textilien stark nachgefragt ist und neben Herstellern auch Endkunden überzeugt. Zudem wird im Sommer die soeben patentierte, neue Dreherlitzengeneration nach umfangreichen Praxistests marktreif sein.

Auch der Unternehmensbereich Medizintechnik wird prozentual zweistellig wachsen und stabile Auslastung im Werkzeugbau sicherstellen.

Die Gesamtentwicklung hat entsprechende positive Auswirkungen auf die verlängerte Klöcker-Werkbank bei SKD in Bandung, Indonesien, wo darüber hinaus ein neuer Großauftrag für Japan abgearbeitet wird.

Nachhaltig gestört werden kann diese Entwicklung nur durch klöckerseitig nicht beeinflussbare Faktoren. Geopolitisch sind hier zunächst die schwelenden Konflikte zwischen China und Taiwan sowie Russland und der Ukraine zu nennen. Aber auch unterbrochene Lieferketten, Halbleiterknappheit, exorbitante Rohstoff- und Materialpreiserhöhungen und spürbar anziehende Inflationsraten können eine Preis-Lohnspirale mit den bekannten negativen Auswirkungen in Gang setzen. Zudem ist mit steigenden Sozialkosten zu rechnen. Und einer bösen Ahnung gleich, drohen immer neue Coronavarianten, die ganze Volkswirtschaften lähmen können.

Es wird also ein spannendes Jahr, das Klöcker mit dem in 175 Jahren gewachsenen Selbstverständnis und mit unternehmerisch notwendigem Optimismus angeht.