Klöcker-Ausblick

Mit 90 Prozent Exportanteil sind weltweit offene Märkte für das Haus Klöcker ebenso von entscheidender Bedeutung, wie über Jahrzehnte gewachsene internationale Lieferketten. Eine der großen Stärken der Gebr. Klöcker ist dabei die Vernetzung und Offenheit für Handel, die man sich in Dekaden erarbeitete.

Zweifelsfrei geholfen haben Klöcker dabei die Energie und Rohstoffe aus Russland, die Sicherheit aus den USA und die boomenden Märkte in Indien und Asien.

Dieses Geschäftsmodell gerät augenblicklich durch Ukraine-Krieg und Taiwan-Spannungen ins Wanken. Hohe Energie-, Rohstoff- und Lohnkosten führen zu deutlichen Produktivitätsverlusten, die hohe Inflation zerrt an den Nerven.

Aber zum Status Quo gehört auch: Klöcker braucht weltweit kooperierende Partner, muss weiter im Ausland kostengünstig produzieren und dort sicher einkaufen können. Klöcker kann sich nicht erlauben, die Welt in zeitgeistabhängiges Gut und Böse aufzuteilen und – politisch korrekt – nur mit den Guten zu arbeiten.

Und natürlich hilft es nicht, alles schwarz zu sehen. Der Welthandel ist durch die Globalisierung – die eine Milliarde Menschen aus der Armut holte – so stark vernetzt, dass weder Pandemien oder Kriege alles auflösen. Stattdessen bleibt zu hoffen, dass die Welt nicht noch weiter auseinanderbricht, sondern erneut zusammenwächst und Kooperation wieder das Handeln bestimmt.